Fotograf erstellt atemberaubende Bilder, um auf unsere Plastiksucht aufmerksam zu machen
Fotograf erstellt atemberaubende Bilder, um auf unsere Plastiksucht aufmerksam zu machen
Anonim

In einem gelungenen Kunstwerk lassen sich die Versäumnisse und Triumphe der Gesellschaft prägnanter ausdrücken als je zuvor in einer langen Reihe von Regierungsberichten oder journalistischen Analysen. Wie sagt man so schön, ein Bild sagt mehr als tausend Worte … und in den letzten Jahren haben immer mehr Künstler auf die Umweltkrise, die unseren Planeten erfasst, auf die beste Art und Weise reagiert, die sie kennen: indem sie das Thema in ihrer Arbeit aufgreifen.

Banksy, Blu, Jason deCaires Taylor, Isaac Cordal und Angela Palmer haben sich in ihrer Arbeit unter anderem mit den drohenden Gefahren des Klimawandels und des Artensterbens beschäftigt. Die Londoner Straßenkünstler Louis Masai Michel und Jim Vision haben eine Reihe atemberaubender Wandgemälde geschaffen, um das Bewusstsein für die dringende Notwendigkeit zu schärfen, die Bienenpopulationen der Welt zu schützen.

Sogar die Berge von Plastikmüll, die wir produzieren – die schätzungsweise 700 Meeresarten vom Aussterben bedrohen – wurden als künstlerisches Material positiver genutzt. Eine in Oregon ansässige Gruppe von Bildhauern, die als Washed Ashore bekannt ist, hat für ihre Arbeit Tausende von Pfund ozeanischen Mülls wiederverwendet. Der südafrikanische Maler Mbongeni Buthelezi, die tschechische Bildhauerin Veronika Richterová und die US-amerikanische Bildhauerin Mara Haseltine gehören zu den vielen Künstlern, die wiederverwendeten Plastikmüll in ihre Werke integrieren.

Und nun hat sich der senegalesische Fotograf Fabrice Monteiro diesem Problem zugewandt, indem er eine atemberaubende Bildserie produziert, die versucht, „das Gespenst des ökologischen Ruins heraufzubeschwören“.

Die Idee zu dem Projekt entstand, als Monteiro nach zwanzig Jahren im Ausland in den Senegal zurückkehrte und entsetzt war über die Verschmutzung, die er an den Küsten des Landes vorfand: alte Fischernetze, die an den Stränden weggeworfen wurden, Blut aus Schlachthöfen floss ins Meer und entsorgte Plastiktüten übersäten die einst unberührte Landschaft.

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