Japanische Presse verurteilt jährliche Taiji-Delphinjagd
Japanische Presse verurteilt jährliche Taiji-Delphinjagd
Anonim

Faszinierende Entwicklung, Green Monsters! Japan Times ist gerade die erste große japanische Nachrichtenagentur, die die Grausamkeit der jährlichen Taiji-Delfinjagd verurteilt.

Als Reaktion auf den internationalen Aufschrei über die Grausamkeit der jährlichen Taiji-Delfinjagd haben japanische Regierungsbeamte sie schnell mit der vorhersehbaren Ausrede der „Tradition“verteidigt.

Die Japan Times hat diese Entschuldigung jedoch in einem kürzlich erschienenen Leitartikel kritisiert: „Ihr Argument, dass die Kraft der Tradition das Hüten, Fangen und Abschlachten von Delfinen rechtfertigt, ist fadenscheinig. Viele frühere kulturelle Praktiken wie Sklaverei, Bordelle und Enthauptungen wurden aus ethischen Gründen eingestellt. Tradition und Kultur sind Kräfte, die sich im Einklang mit neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen und sich entwickelnden ethischen Standards verändern.“

Diese Aussage wird bei vielen Grünen Monstern wahr sein, die oft gehört haben, dass andere argumentieren, dass alle Arten von grausamen und barbarischen Missbräuchen gegen Tiere aufrechterhalten werden sollten, weil zum Beispiel der menschliche Verzehr von Tierfleisch „traditionell“ist.

Die Japan Times weist auch darauf hin, dass die Behauptung japanischer Beamter, dass es sich um eine „traditionelle Praxis“handelt, fadenscheinig ist, da die Delfinjagd in Taiji erst 1969 offiziell institutionalisiert wurde. Sie sagen: „Japan hat eine andere Tradition, nämlich tiefen Respekt vor der Natur und ihren Lebewesen. Diese Tradition wäre viel einfacher zu verteidigen. Die Delfinjagd ist eine unmenschliche Praxis, die gestoppt werden sollte.“

Der Leitartikel mit dem Titel „Delfine verteidigen, keine ‚Tradition‘“ist bemerkenswert, denn trotz der internationalen Berichterstattung über die Taiji-Jagd in letzter Zeit ist dies das erste Mal, dass eine große japanische Nachrichtenquelle das Thema aufgreift.

Martin Fackler, Chef des Tokioter Büros der New York Times, erklärt, dass dies darauf zurückzuführen sei, dass der japanische Journalismus „nicht dazu neigt, etwas als Geschichte zu betrachten, es sei denn, die Regierung oder ein anderer offizieller Akteur reagiert darauf. Mit anderen Worten, Autoritäten in Aktion stellen eine Geschichte dar, aber ein nicht angegangenes Problem ist Rotz. Solange also die japanische Regierung oder eine andere offizielle Gruppe (wie die nationale Fischereigenossenschaft) nicht gegen die Taiji-Jagd vorgeht, ist dies nicht berichtenswert.“

Es sieht jedoch so aus, als würde sich dies ändern, und japanische Medien beginnen endlich, die Ethik und die Argumentation hinter der Taiji-Jagd zu untersuchen. Hoffen wir, dass das Bewusstsein für dieses Thema immer stärker wird und die japanischen Behörden die Empörung der eigenen Bevölkerung nicht länger ignorieren können.

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