Die globale Ernährung wird weniger gesund und weniger interessant
Die globale Ernährung wird weniger gesund und weniger interessant
Anonim

Für viele Wanderer aus der ganzen Welt ist die Möglichkeit, neue Küchen mit exotischen Zutaten zu erleben, ein großes Reisehighlight. In letzter Zeit haben Weltreisende jedoch festgestellt, dass das Essen, das sie im Ausland entdecken, ihrem Standardgericht zu Hause auffallend ähnlich sieht. Indien ist zum Beispiel jetzt voll von Subway-Sandwiches, und Pizza Hut Middle East hat gerade eine Hot-Dog-Kruste auf den Markt gebracht.

Wie sich herausstellt, geht der Trend über Fast-Food-Ketten hinaus. Eine neue Studie von Forschern der University of Minnesota, St. Paul, hat ergeben, dass sich die nationale Nahrungsmittelversorgung in den letzten 50 Jahren immer ähnlicher hat, mit einem starken globalen Schwerpunkt auf einigen Dutzend „Megacrops“.

Welche Pflanzen ziehen die ganze Aufmerksamkeit auf sich? An vorderster Front stehen die westlichen Grundnahrungsmittel wie Weizen, Kartoffeln, Reis, Mais und Milchprodukte. Ebenfalls weit verbreitet sind Sojabohnen, Sonnenblumenöl und Palmöl, die in den letzten Jahren alle stark angestiegen sind. Inzwischen wurden traditionelle asiatische und afrikanische Kulturpflanzen wie Sorghum, Hirse, Maniok und Yamswurzel beiseite geschoben, um Platz zu schaffen.

Diese verringerte Pflanzenvielfalt mag nicht allzu schrecklich klingen, aber die Ergebnisse werden in der Tat als eine große Bedrohung für die Ernährungssicherheit angesehen. Es gibt viele Gründe zur Sorge. Erstens würde eine „globalisierte Standarddiät“viele der gleichen gesundheitlichen Bedenken aufwerfen wie die erbärmlich ungesunde amerikanische Standarddiät. Diese Ernährung ist arm an essentiellen Mikronährstoffen, erhöht jedoch die Wahrscheinlichkeit von Fettleibigkeit, Herzerkrankungen und Diabetes – selbst in Ländern mit Nahrungsmittelknappheit.

Eine weitere Gefahr dieser homogenisierten Ernährung ist die Gefahr, sich stark auf wenige Pflanzen zu verlassen. Eine vielfältige Landwirtschaft kann den meisten großen Bedrohungen wie Krankheiten, Dürre und Insektenbefall standhalten. Eine weniger vielfältige Palette von Kulturpflanzen ist daher anfälliger, was eine globale Nahrungsmittelkrise wahrscheinlicher macht.

Was kann getan werden, um dieses globale Problem zu beheben? Ein Vorschlag besteht darin, die Produktion lokal angebauter Pflanzen zu steigern und die genetische Vielfalt wichtiger Nutzpflanzen zu erhöhen. Feiern Sie für Verbraucher die Vielfalt in der Ernährung und darüber hinaus! Der Kauf und die Unterstützung einer Reihe lokaler Pflanzen ist eine großartige Möglichkeit, eine langweilige, homogene Ernährung zu bekämpfen.

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