Die neue 'Globale Diät’ ist nur eine ganze Menge Soja, Weizen und Palmöl
Die neue 'Globale Diät’ ist nur eine ganze Menge Soja, Weizen und Palmöl
Anonim

Generell essen Menschen auf der ganzen Welt dank des verstärkten Imports ausländischer Produkte heute abwechslungsreicher als noch vor 50 Jahren. Neue Daten zeigen jedoch einen Mangel an Vielfalt in einer globalisierten Standardernährung.

Nachdem Forscher des Internationalen Zentrums für tropische Landwirtschaft fünfzig Jahre Daten durchforstet hatten, entdeckten sie einen beängstigenden Trend, dass die ganze Welt zunehmend auf nur wenige Pflanzen angewiesen ist.

Zu diesen Lebensmitteln gehören Soja, Weizen, Kartoffeln, Milchprodukte und Palmöl. Kleinere Kulturen wie Sorghum und Hirse werden zugunsten des Anbaus von Mais und Soja verdrängt. Während traditionellere Pflanzen wie Oca und Maca in der Produktion zurückgehen, nehmen die Pflanzen aus einer westlichen Standarddiät zu.

Dies ist ein beunruhigender Trend, wenn man bedenkt, wie aus diesen globalen Pflanzen Nahrungsmittelsubstanzen wie Maissirup mit hohem Fruktosegehalt und nährstoffarmes Weizenmehl hergestellt werden. Die Tatsache, dass Palmöl Teil dieser Hauptkulturen ist, ist angesichts der negativen Umweltauswirkungen der Palmölindustrie besorgniserregend. Laut dem ausführlichen Bericht von Greenpeace über die Palmölindustrie in Borneo mit dem Titel Cooking the Climate hat die Verbrennung der Torfwälder Südostasiens 1,8 Milliarden Tonnen (2 Milliarden Tonnen) Treibhausgase in die Atmosphäre freigesetzt.

Colin Khoury, ein Gastforscher am CIAT, der an der Studie mitgearbeitet hat, sagte gegenüber NPR, dass der Trend zu einer größeren Abhängigkeit von weniger Pflanzen anhält, und damit auch die Risiken.

„Es ist gefährlich, von nur wenigen Ernten abhängig zu sein, denn jede von ihnen könnte von einer Katastrophe wie einer Krankheit betroffen sein“, berichtete NPR. „Aber Regierungen und internationale Organisationen können immer noch dazu beitragen, die Vielfalt der Nahrungsquellen zu schützen. Sie können handeln, um die vielen genetischen Sorten von Megakulturen zu erhalten, die noch existieren, und auch den Anbau kleinerer Nutzpflanzen zu erhalten und zu fördern, sagt [Khoury].

Eine diversifizierte Landwirtschaft ist widerstandsfähiger gegen Dürre, Schädlinge und Krankheiten. Da der Klimawandel die zukünftige Ernährungssicherheit bedroht, ist der globale Ernährungstrend besorgniserregend.

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